Die allen Lichtgraphiken zugrunde liegende Idee ist das unendliche, körperlose Licht zu "formen" und zu "gestalten".

Die Idee ist ein Traum, eine flüchtige Vision. Die Lichtgraphiken sollen den Betrachter anregen seine Phantasie freien Lauf zu lassen.

Die am häufigsten gestellte Frage "Wie wird das gemacht ?" ist sicherlich nachzuvollziehen aber für das Verständnis der Lichtgraphiken nicht von Bedeutung. Der Fotoapparat bzw. die Photographie steht aber nicht im Vordergrund der Künstlerischen Technik. Im Gegenteil. Sie sind nur die technische Möglichkeit die Lichtgestaltung festzuhalten und dem Betrachter zugänglich zu machen. Somit "fühle ich mich nicht als Photograph" nur weil ein Fotoapparat benutzt wird.

Letztendlich sind die Möglichkeiten der Lichtgestaltung die Techniken der Physik mit Brechung, Spiegelung und Beugung.

Ausgehend von mehreren Lichtquellen wird das Licht "bearbeitet". Farben entstehen durch Spektralzerlegung des weißen Lichtes mit Hilfe von optischen Prismen. Spiegel selektieren einzelne Farben aus dem Spektrum, mischen diese neu und leiten das Licht anschließend durch dem Raum. Masken erzeugen Rahmen und Formen in der Projektion. Flexibel einsetzbare, plastisch verformbare optische Medien erzeugen Konturen, Formen und suggerieren die immer vorhandene räumliche Dimension der Lichtgraphiken.

Die einzelnen Bereiche einer Lichtgraphik werden sorgsam "zusammengesetzt" und die Farbe eines Bildes einzeln wird "gemischt", Geformt und in der Gesamtkomposition platziert.

Die Gestaltung ist abgeschlossen, bevor das fertige Bild mit dem Fotoapparat Dokumentiert wird. Das heißt, dass jedes Detail der Gestaltung vor dem Belichten des Filmmaterials in der Kamera festliegt.

Bei der künstlerischen Technik der Lichtgraphik handelt es sich ausschließlich um Lichtgestaltung. Es werden keine Objekte, Modelle oder irgendwelche Gegenstände verwendet, die sich berühren oder sonst wie "fassen" lassen, sonders ausschließlich das reine körperlose Licht.

Die Photographie ist nur ein Mittel das Licht transportabel zu machen, um dem Publikum in einer Ausstellung das Ergebnis der Lichtgestaltung zeigen zu können. Mit dem Photo wird das Licht festgehalten. Die Photographie ist an sich kein Bestandteil des Entstehen einer Lichtgraphik. Im Gegenteil. Die Lichtgraphik ist als fertiges Bild vollständig fertig "bevor es entsteht". Der Fotoapparat konserviert somit nur mit Hilfe des lichtempfindlichen Filmes das gestaltet Bild, da es ansonsten nicht in Ausstellungen zu präsentieren wäre.